Im Oberberg Schüpfheim auf 900 m ü. M. liegt unsere Bergkäserei. 2001 haben wir (Franz und Sandra Renggli-Vogel mit den Kindern Sina und Linda) die damalige Emmentaler-Käserei übernommen. Zwölf benachbarte Bauernfamilien liefern jeden Morgen insgesamt etwa 3’500 kg Bergmilch an, zusätzlich verarbeiten wir jährlich rund 400’000 Liter BIO-Milch aus der Region. Etwa ein Drittel der Milch wird heute noch zu Emmentaler verarbeitet. Hinzugekommen sind verschiedene Eigenkreationen von Halbhartspezialitäten mit und ohne Zutaten. Fondue und Raclette ergänzen das Sortiment.

Wir sind selbstständige Milchkäufer, das heisst wir kaufen den Landwirten die Milch zu einem fairen Preis ab und zahlen der Käsereigenossenschaft Oberberg pro kg verarbeitete Milch den sogenannten Hüttenzins, der in die Käserei-Infrastruktur investiert wird. So hat die Genossenschaft beispielsweise 2016 die Ölheizung durch eine Holzschnitzelheizung ersetzt, womit unsere Produkte noch nachhaltiger geworden sind. Wir tragen das Qualitätsrisiko selber und sind verantwortlich für den Verkauf und die Entwicklung neuer Produkte. Franz als diplomierter Käsermeister leitet die Produktion, Sandra erledigt die administrativen Arbeiten und den Käse-Direktverkauf. Seit 2014 unterstützt uns die Biosphäre Markt AG bei der Vermarktung unserer Produkte.

2016 haben wir eine Familien-AG gegründet und an der Flühlistrasse 17 ein Käsereifungslager eingerichtet mit zwei Käseschmier-Robotern. Dort finden insgesamt maximal 18’000 Laibe Platz, weshalb wir auch Spezialitätenkäse für vier weitere Käsereien zwischen 12 Wochen bis zu einem Jahr bei uns pflegen können.

Eidg. diplomierter Käsermeister Martin Renggli ist seit dem 1. März 2017 bei uns im Einsatz

Tomasz Dobrowolski …

… und sein Neffe Carol betreuen seit Juli 2013 unseren Käsekeller.

Seit dem Sommer 2019 ergänzt Lehrling Justin Moser unser Team.

In der natürlichen Umgebung der Unesco Biosphäre weiden die Kühe auf prachtvollen Bergwiesen mit unzähligen Blumen – und Kräuterarten.
Aus reiner Bergmilch stellen wir mit unseren Mitarbeitern unsere hochwertigen Bergkäse- Spezialitäten und feinsten Emmentaler her.
Die benötigte Wärme für unsere Produktion wird vollumfänglich mit erneuerbarer Energie aus einheimischen Holzschnitzeln generiert.

Meilensteine in der Geschichte der Käsereigenossenschaft Oberberg

Frühjahr 2017

Die Ölheizung kommt raus, die benötigte Wärme wird ab sofort aus einheimischen Holzschnitzeln generiert.
Ausserdem wird eine automatische Presse für die Spezialitätenkäserei angeschafft sowie im Gebiet Klusen ein neuer Käsekeller gebaut im Besitz der Familie Renggli.

 

Sommer 2012

Das Käsereigebäude geniesst eine Aussenrenovation.

 

1. Mai 2001

Nach 29 Jahren treten Claire und Bruno Arnet aus dem Geschäftsleben zurück. Der damalige Genossenschaftspräsident Beat Zemp begrüsst Franz Renggli und Sandra Vogel als neues Käserpaar.

 

1990: Milchpreis im Hoch – 1,07 Rappen

und dann ging es nur noch runter…
Kurz vorher übrigens, 1987/88 war die Käserei erneut einem Totalumbau mit Kosten von rund 1,3 Mo unterworfen worden.

 

1965. Gesamtumbau und 4. Kessi

1965 steht ein Gesamt-Käsereiumbau an, da die Käsereieinrichtung inzwischen veraltet sind. Die Gesamtkosten belaufen sich auf Fr. 212‘000.-. Die Milchmenge nimmt stetig zu und es wird ein viertes Kessi angeschafft.

 

1963: Klosterkäse

Für den „Klosterkäse“ müssen die Bauern einmal monatlich ihre Milch gratis abliefern, doch das überbringen des Käses in das Kloster ist jedesmal ein Fest.

 

1934: Auf und ab des Milchpreises bedroht Käserei-Weiterbestand

1922 war der Milchpreis bereits auf 35 Rappen angestiegen. Ab 1924 sank dieser jedoch wieder, in den Jahren 1932/33 mussten gar mehrere Versammlungen einberufen werden um zu entscheiden ob die Käserei geschlossen oder weitergeführt werden soll. Doch die Bauern halten zusammen und schaffen 1934 die erste neue Zentrifuge an. 1935 erreicht der Milchpreis den Tiefpunkt bei 15 Rappen, stegt von da bis Anfangs 90er-Jahre jedoch stetig an.

 

Mai 1910: Start mit 16 1/4 Rappen Milchpreis

Mit Senn Ulrich Liechti schliesst man den ersten Milchkaufvertrag ab für den Sommer 1910. Vereinbart werden ein Milchpreis von 16 ¼ Rappen und ein Hüttenzins von Fr. 800.- im Sommer und Fr. 300.- im Winter bei einem Milchquantum von 150‘000 Liter Milch pro Jahr.

4. Juli 1909: Gründung Genossenschaft

17 Bauern vom Oberberg Schüpfheim gründen im Schulhaus Wernischwand die Käsereigenossenschaft Oberberg. Für Fr. 400.- kann man von Sigfrid Studer, Wernischwand einen Bauplatz von 100 Klafter Land (ca. 400m2) erwerben zur Erstellung einer Käserei mit Holzschopf und Garten. Hinzu komen Wasser und Land für ein Wasserreservoir für Fr. 120.- und Bauschutt „so viel es braucht“ für 180.-. Die Käserei wird mit 22’000.- gebaut und für 1’408.- ersteht man die Käsereieinrichtung, alles fertig montiert. Diese besteht aus einem Kessi à 1’300 Liter, einer fahrbaren Feuerstelle, einer Presse, einer Waage, einem Butterfass, zwei Zuber und noch einigen Kleinigkeiten.